Billard Begriffe / Lexikon

Auf dieser Seite finden sich die wichtigsten Begriffe des Billardsports. Die Inhalte entstammen der Partnerseite billardlexikon.de, die nun auf diese neue Seite unterhalb billardregel.de verlinkt.

Das Billard Lexikon ist entstanden aus der Idee heraus, Außenstehenden oder Gelegenheitsspielern einen besseren Einblick in die Materie „Billard“ zu geben. Schon kurz nach Beginn der Arbeit zeigte sich, dass es viel umfangreicher werden würde, als eigentlich beabsichtigt. Dies geschah auch aus dem Grund, da viele „erfahrene“ Billardspieler wenig genaues über unseren Sport wissen. Oder wissen Sie, woraus Billard-Kreide besteht, die Sie pro Spiel einige hundert Mal benutzen?

Auch sollte durch dieses Lexikon ein Einblick in all die Abkürzungen der Verbände und Dachorganisationen gegeben werden. aber gerade hier ist noch viel nachzuschauen. Vielleicht kann ja der eine oder andere seinen Beitrag hierzu leisten…

Ergänzen wollen wir das Ganze durch einen Personenlexikon, mit dem wir vielen ehrenamtlichen arbeitenden Funktionären und auch Spielern ein bleibendes Andenken verschaffen wollen.

Abschlagswinkel
[Poolbillard] Beim Austritt einer Kugel aus der Bande bildet sie mit einer zur Bande hin einen Winkel, den man als Abschlag- oder auch Ausfallwinkel (a) bezeichnet. [Quelle] Grundlagen des Poolbillard von der Pool School Germany – Alfieri, David / Sander, Uwe [Infos] www.billardbuch.de
Achse[Poolbillard] Die Achse, um die sich die rollende oder gleitende Kugel bewegt. Die Kugel eines gespielten Rückläufers und Nachläufers bewegt sich um eine horizontale Achse. [Quelle] Grundlagen des Poolbillard von der Pool School Germany – Alfieri, David / Sander, Uwe [Infos] www.billardbuch.de
Acht
[Poolbillard] Die wichtigste Kugel im Acht-Ball, wird auch „Schwarze“ genannt.
Acht-Ball[Poolbillard] (8-Ball/engl.: eight-Ball) Spezielle Disziplin. Man unterscheidet Europa-Regel und Deutsche Regel. Das Grundprinzip ist allerdings gleich: Es wird mit 15 nummerierten Kugeln und der Weißen gespielt. Ein Spieler hat die Vollfarbigen, Kugel 1-7, der andere die gestreiften Kugeln 9-15. Die schwarze Acht ist neutral. Der Spieler, der als erster die Kugeln seiner Farbe korrekt versenkt hat, darf auf die Acht spielen. Wird auch diese korrekt versenkt, ist das Spiel gewonnen. [Infos] Acht-Ball Billardregel.de
Altersklasse[Poolbillard] Man unterscheidet im Sportbetrieb der Deutschen Billard Union folgende Altersklassen: B-Jugend männlich/weiblich bis 16 Jahre; A-Jugend männlich/weiblich 17-18 Jahre; Damen/Herren 18-40 Jahre; Senioren/Seniorinnen (Ladies) ab 40 Jahre. Stichtag ist der 1.1. des laufenden Sportjahres (diese Einteilung gilt nur für Deutschland); [Karambol] Im -> Karambol unterscheiden sich die Altersklassen wie folgt: Jugend und Junioren wird gespielt bis 15, 17, 19 und 21 Jahre; Herren/Damen bis 60 Jahre; Senioren ab 60 Jahre.
Ansage, Ansagespiel[Poolbillard] Die Verpflichtung, die Kugel und die Tasche zu bezeichnen, in die versenkt werden soll. Während 8-Ball und 14/1e Ansagespiele sind, muss beim 9-Ball keine Kugel angesagt werden. [Quelle] Grundlagen des Poolbillard von der Pool School Germany – Alfieri, David / Sander, Uwe [Infos] www.billardbuch.de
Anschlagswinkel
Beim Eintritt einer Kugel aus der Bande bildet sie mit einer zur Bande hin einen Winkel, den man als Anschlag- oder auch Einfallwinkel (e) bezeichnet. [Quelle] Grundlagen des Poolbillard von der Pool School Germany – Alfieri, David / Sander, Uwe [Infos] www.billardbuch.de
AnstoßEröffnungsstoß, im Poolbillard auch als Break bezeichnet.
AufnahmeBezeichnung für die Häufigkeit, die ein Spieler an den Tisch kommt. Eine Aufnahme dauert von Stoßbeginn bis zum dem Moment, an dem man an den Gegner abgeben muss.
Ausfallwinkelsiehe Abschlagswinkel
AusstoßenBeim Ausstoßen wird ermittelt, wer die Wahl des Eröffnungsstoßes hat. Hierbei werden zwei Bälle auf dem Kopffeld platziert und von beiden Spielern gegen die Fußbande gespielt. Dabei darf die Weiße weder in die gegnerische Hälfte laufen, noch eine Längsbande berühren oder den Tisch verlassen. Der Spieler dessen Weiße näher an der Kopfbande liegen bleibt, erhält die Wahl, welcher der beiden Spieler den Eröffnungstoß durchführen muss. [Poolbillard] Vorteilhaft bei 8- und 9-Ball es selbst durchzuführen im 14/1 den Gegner ausführen zu lassen. [Karambolage] Hier wird die Eröffnung meist vom Gewinner selbst ausgeführt, das sich daraus immer eine gute Serie und damit Punkte erzielen läßt. [Snooker] Den Eröffnungstoß läßt man in der Regel vom Verlierer des Ausstoßen spielen.
Auswahlmannschaftensind ausgewählte Spieler eines Verbandes oder Sportkreises, die unterschiedlichen Vereinen angehören können. Bestes Beispiel: Nationalmannschaft
Auszeit – Time-Out
Automatentischist ein Billardtisch, bei dem durch Münzeinwurf die Spielkugeln freigegeben werden. Die Weiße hat in der Regel einen anderen Durchmesser als die farbigen Kugeln, oder einen Metallkern. In den meisten Sportverbänden ist dies kein offizielles Spielgerät für Turniere und Liga-Veranstaltungen der Deutschen Billard Union (DBU). Aber auch hier haben sich bereits viele Spieler zu sog. Thekenmannschaften oder Freizeitligen zusammengeschlossen und spielen eigene Wettbewerbe.
Ball in Hand (engl.)Speziell beim 8- und 9-Ball darf der Spieler nach einem gegnerischen Foul die Weiße in die Hand nehmen und auf dem gesamten Spielfeld verlegen.
BallkontaktBallkontakt ist jener Zeitpunkt, bei dem das Queueleder die Weiße berührt. Die Dauer der Berührung bestimmt zum größten Teil die Stoßenergie und die Rotationsstärke.
Ballrichtung[Poolbillard] Gibt die Richtung der sich fortbewegenden Farbigen an.
Bande
(frz.) Einfassung des Billardspielfeldes, verhindert, dass Kugeln vom Tisch fallen, und stellt damit den äußeren Spielfeldrand dar.
Bandenstoß, BänderEin Stoß, bei dem die Farbige eine oder mehrere Banden anläuft, bevor sie eingelocht wird.
BBV1.) Bodensee Billard Verband e.V., war ein Bezirksverband des ->Pool Billard Landesverbandes Baden-Württemberg (PBLBW) und wurde 1998 direkt in den Landesverband integriert.

2.) Bayrischer Billard Verband 1991 e.V., Landesverband in der -> DBU, Billard Dachorganisation in Bayern für Poolbillard, Karambol und Snooker, Präsident: Peter Sporer.

3.) Brandenburgischer Billardverband e.V. (BBV) Landesverband in der -> DBU. Billard Dachorganisation für Brandenburg, Präsident: Jürgen Steinke
BCA
Billiard Congress of America Verband von hauptsächlich us-amerikanischen Billardfirmen und Spiellokalen zur Vermarktung und Promotion des Billardsportes, mit angeschlossenem Spielbetrieb und der weltgrößten Billardmesse.
Billard(biljart: frz.) Kugelspiel auf einem mit -> Tuch bezogenen Tisch. -> Kugeln werden mit einem -> Queue gestoßen.
Billard Artistique-> Karambol Disziplin, bei der bestimmte Trickstoßfiguren gespielt werden müssen.
Birilliinternationale Bezeichung für die Karambol-Disziplin 5-Kegel Billard.
BLMRBillard-Landesverband Mittleres Rheinland e.V. einer von drei Billard Landesverbänden in Nordrhein Westfalen. Mitglied im Billard Verband Nordrhein-Westfalen (BVNW) -> BVNW eigene Mitgliedsverbände: Pool Billard Verband Rheinland-West, Pool Billard Verband Mittelrhein, Karambolverband Mittelrhein e.V.
BLSWBillard Landesverband Süd-West e.V., ehemaliger Landesverband im -> DBB später -> DBU, Zusammenschluss aller Karambol Vereine in Baden Württemberg und Teile von Rheinland-Pfalz. Fusionierte 1998 mit dem -> PBLBW zum -> BVBW
Bock, BockhandAls Bock wird die Hand bezeichnet, mit der das Queueoberteil vorne gehalten wird (geschlossene Brücke) oder aufliegt (offene Brücke). Der Rechtshänder bildet mit seiner Linken eine Bockhand.
BogenstoßBei einem Bogenstoß verläuft die Stoßrichtung des Queues in die Tischplatte, und eine diagonale Eigenrotation der Weißen wird dadurch erhöht. Dieser Stoß wird angewandt, um ein Hindernis (Farbige, Mittellochecke, Figur in der Billard-Artistique) zu umlaufen.
Break(engl.) -> Anstoß
Breakqueue[Poolbillard] Spezielles Queue für den -> Anstoß. Zum einen soll damit das oft teurere Spielqueue geschont werden, zum anderen haben Breakqueues andere, für ein erfolgreiches Break benötigte, Eigenschaften bezüglich Härte und Gewicht.
Brücke (Oma)Hilfsmittel, das dem Spieler die Stoßführung auf eine schwer anspielbare Weiße erlaubt. Man unterscheidet zwischen einer normalen (das Queue liegt auf der Höhe der Weißen) und einer hohen Brücke (das Queue liegt über der Weißen). Letztere benötigt man, um über andere Kugeln hinweg zu stoßen.
Bügeleisenwird bei Snooker-Tischen benötigt, um das Tuch zu bügeln und dessen Bespielbarkeit zu verbessern.
BundesligaUnterteilt in 1. und 2. Liga, gibt es sie in allen Bereichen des Billard. Die 1. Bundesliga stellt die höchste Mannschaftsspielklasse dar. Siehe auch Deutsche Billardligen (www.dbli.de)
Bürstedient zum Abbürsten der Tische und damit zur Reinigung des Tuches von Kreideabrieb, Hautpartikeln oder Staub.
BVBWBillard Verband Baden-Württemberg (BVBW) Billard-Verband Baden-Württemberg 1949 e.V. Fusion des -> BLSW und des -> PBLBW im Jahre 1998. Mitglied in der Deutschen Billard Union -> DBU. Präsident: Reinhard Reese
BVNRBillard Verband Niederrhein 1945 e.V. Mitglied in der Deutschen Billard Union -> DBU. Präsident: Dietmar Greger
BVNWBillard-Verband Nordrhein-Westfalen, Dachorganisation der Billard-Verbände in Nordrhein-Westfalen, Billard Verband Westfalen (BVW)“, Billard Verband Niederrhein (BVNR), Billard Landesverband Mittleres Rheinland (BLMR)
BVWBillard-Verband Westfalen 1921 e.V., Mitglied im -> BVNW und in der -> DBU
BWABillard World Cup Association. Organisation zur Ausrichtung von Profi Turnieren im -> Dreiband seit 2003/04 nicht mehr aktiv.
Cadre[Karambol] Spezielle Disziplin Grundlegende Regel: Durch Markierungen auf dem Tuch wird das Spielfeld in verschieden große Felder unterteilt, sog. Cadre. In den jeweiligen Spielzonen ist immer nur eine bestimmte Anzahl an Karambolagen gestattet, danach müssen die Kugeln in einer anderen Zone zur Karambolage gebracht werden. Man unterscheidet je nach Tischgröße zwischen Cadre 47/2, 47/1, 35/3, 71/2 und 52/2.
Carambolage(frz.) Karambolage
Damen-Masters-> Masters
DBBDeutscher Billard Bund 1911 e.V.; Dachorganisation für alle Karambolage Landesverbände. Fusionierte am 30.06.1992 mit dem -> DPBB zur -> Deutschen Billard Union.
DBUDeutsche Billard Union 1911/71 e.V., Zusammenschluss von -> DBB und -> DPBB, Gründung am 30.06.1992. Zusammenschluss aller Landesverbände von Poolbillard und Karambolage. Im Sportbetrieb werden Poolbillard, Karambolage, Snooker, Kegelbillard und Birilli in Einzel und Manschaftswettbewerben gespielt.
Deutsche Regel[Poolbillard] spezielle Regel für Acht-Ball. Wird meistens auf Automatentischen gespielt. ähnlich wie -> Europaregel, nur dass keine Kugeln angesagt werden müssen. Die Acht ist in die Tasche zu spielen, in der die letzte Kugel der jeweiligen Gruppe (Volle oder Halbe) versenkt wurde. (Regelung letztes Loch)
DiamantenBezeichnung für die in die Banden eingelassenen Markierungen. Auf jeder Längsbande befinden sich im [Poolbillard/Snooker]2 x 3 Diamanten, im[Karambolage] 7 Diamanten und auf den kurzen Banden je 3 Diamanten. Bandensysteme sind überwiegend auf diesen Diamanten aufgebaut. Im [Poolbillard/Snooker] werden die Mittelpunkte der sechs Taschen ebenfalls als Diamantenpunkte angesehen. In allen Disziplinen ermöglichen immer gegenüberliegende Diamanten den Tisch in bestimmte Zonen zu unterteilen, die entweder für bestimmte Spielarten (z.B. -> Cadre) oder für Trainingszwecke benörigt werden.
DisziplinDisziplin ist die Bezeichnung für die verschiedenen Spielarten, die es Billardsport gibt. Im [Poolbillard] werden als Disziplinen bezeichnet: 9- Ball, 14/1e, 8-Ball, One Pocket, Rotation. [Krambolage]Einband, Dreiband, Cadre, Billardkegeln, Freie Partie, 5-Kegelbillard. [Snooker] Snooker, englisch Billard
DPBBDeutscher Poolbillard Bund 1971 e.V., verschmolz am 30.06.1992 zur -> DBU. Präsidenten waren: Fred Jacobs, Rolf Meyer
Dreiband[Karambolage] spezielle Disziplin im Karambol, bei der eine Karambolage nur dann als Punkt gewertet werden kann, wenn die Spielkugel vor dem Treffen der zweiten Kugel in der Summe mindestens drei Banden angelaufen hat. Hierbei ist es unerheblich, wann diese Bandenberührungen erfolgen, ob als Vorbänder oder nach dem Treffen des ersten Balls.
Dreibänder[Allgemein] Ein Spielball oder Obejktball berührt drei Banden. [Karambolage] Sehr häufiger Stoß in allen Disziplinen, zum einen weil es das Ziel des Spiel ist (Dreiband) oder dazu dient die Kugeln wieder zusammen zu holen. [Poolbillard] zumeist gespielt, um die Weiße aus einem Safe heraus über drei Banden auf eine Farbige zu spielen. Vorzugsweise möchte man hier ein Foul vermeiden oder ein Re-Safe spielen. Im Gegensatz zu Einbändern wird dieser Stoß eher selten gewählt, um eine Farbige einzulochen.
Dreieckaus Holz oder Kunststoff, dient zum Aufbau der Kugeln im Poolbillard in Dreieck-Form, oder speziell für 9-Ball in Raute-Form. Bei offiziellen Meisterschaften der DBU und Turnieren ist die Raute-Form nicht zugelassen.
DruckstoßEin Stoß, bei dem der Spielball zum Zeitpunkt des Auftreffens auf die angespielte Kugel weder vorwärts- noch rückwärts gerichtete Eigenrotation hat. In diesem Fall wird der Spielball rechtwinklig zum Treffpunkt weitergeleitet. Der Anspielpunkt hierfür auf dem Spielball variiert, je nach Entfernung zwischen den Bällen und übertragener Stoßenergie von „Mittelpunkt“ bis „Tief“.
EffetAlle Treffpunkte an der Weißen, die nicht auf der mittleren senkrechten Achse liegen, erzeugen Drehungen (Rotationen) an ihr und werden als Effet bezeichnet. Da die Weiße bei dieser Art von Effetspiel ein andere Laufrichtung erhält, muss dies bereits beim Zielvorgang korrigiert werden. Diese Zielkorrektur erfordert neben einem detaillierten Wissen eine Menge Spielpraxis und Erfahrung. Auch beim Nach-, Rückläufer und sogar beim Stoppball spricht man von Effet, aber da diese Treffpunkte (hoch, Mitte, tief) auf der mittleren senkrechten Achse an der Weißen liegen, ist eine Zielkorrektur nicht erforderlich. Sinnvolles Effetspiel erleichtert überwiegend das Positionsspiel.
Einbandspezielle Disziplin im Karambol, bei der eine Karambolage nur dann als Punkt gewertet werden kann, wenn die Spielkugel entweder vor der Berührung mit den anderen zwei Kugeln eine Bande berührt haben muss, oder die Spielkugel nach Kontakt mit der ersten Kugel vor der Karambolage mit der zweiten Kugel eine Bande angelaufen hat.
Einbänder[Poolbillard/Snooker] Bezeichnet Farbige, die über eine Bande eingelocht werden. [Karambolage] Ziel der Spielart -> Einband
Einfallswinkel-> Anschlagswinkel
EliteligaBezeichnung für den Bundesliga-Einzelwettbewerb im Poolbillard zur Zeit des DPBB. Es gab Eliteligen für Herren im 8-Ball, 9-Ball, 14/1e und bei den Damen im 9-Ball. Seit der Saison 91/92 umbenannt in Bundesliga-Einzel, später ganz abgeschafft und durch Grand-Prix-Turniere ersetzt.
EPBFEuropean Pocket Billiard Federation, Europäische Dachorganisation für den Poolbillard Bereich. Gegründet im Nov. 1978, Gründungsstaaten Deutschland und Schweden. Präsidenten: Horst Vondenhoff, Gre Landers
Europaregelspezielle Regel für -> 8-Ball. Wird auf offiziellen Wettbewerben gespielt. Grundlegende Regel: Jede Kugel muss unter Angabe der gewählten Tasche angesagt werden. Ein Spieler nimmt die Vollen und der andere die Halben, was sich durch die Versenkung der entsprechenden Kugel ergibt. Sind alle Kugeln eines Spielers versenkt, muss er zum Schluss die Acht versenken, um zu gewinnen. Bei der Wahl des Lochs für die Acht ist der Spieler jede Aufnahme aufs neue frei. Das ganze Regelwerk unter: www.billardregeln.de
FarbigeFarbige ist im [Poolbillard] die Bezeichnung für alle Kugeln außer der Weißen.
FehlerEin Fehler ist dann gegeben, wenn eine Kugel (im Poolbillard und Snooker) nicht ordnungsgemäß versenkt wurde oder eine Karambolage (im Karambol) nicht vollständig ausgeführt wurde, was zur Folge hat, dass der Gegenspieler an den Stoß kommt. Die Aufnahme eines Spielers ist nach einem Fehler immer beendet.
FeruleDie Ferule ist zumeist eine Kunststoffhülse, die am Queueoberteil auf einem Holzzapfen angebracht wird. Die Ferule soll das Queueoberteil vor Verkrümmung schützen, indem sie die Stoßeinwirkung gleichmäßig auf das Oberteil verteilt. Früher aus Elfenbein heute meist aus Kunststoff gefertigt. Im Snooker auch aus Metall. Auf die Ferule wird das Leder geklebt, oder bei günstigeren Queues aufgeschraubt.
Footsiehe -> Fuß. 1 foot = 30,48cm. Daraus ergibt sich rechnerisch die Länge eines 9-Foot (ft)-Billardtisches mit 274,32 cm. Wobei das Spielfeld per Normenkatalog auf 254 cm festgelegt wurde. In England noch heute übliches Maß für die gesammte Länge eines Billatdtisches inklusive der Banden.
FoulAls Foul werden Spielvorgänge bezeichnet, wie z. B. die Weiße verlässt die Tischfläche, die niedrigste Kugel wurde nicht ordnungsgemäß getroffen (9-Ball), man trifft gegnerische Kugeln zuerst (8-Ball), oder man berührt mit seinem Körper versehentlich eine Kugel. Hierbei haben Fouls (wenige Spielsituationen ausgenommen) immer „Ball in Hand“ für den Gegner als Folge. Diese legalen und taktischen Fouls unterscheiden sich von den illegalen Fouls. Illegale Fouls können sein: Der Spieler berührt mit seinem Körper absichtlich die Bälle, um sich dadurch einen Vorteil zu verschaffen, oder ihm wird ein ungebährliches und unfaires Spielverhalten zur Last gelegt. Illegale Fouls haben einen sofortigen Verlust eines Spiels zur Folge.
Frame(engl.: Rahmen): Im Snooker die Bezeichnung für einen Gewinnsatz
Freie PartieSpieldisziplin im Karambol bei dem bereits die einfache Karambolage des Spielballs mit den zwei anderen Bällen in einem Stoß als Punkt gezählt wird. Karambolagen, bei denen der Spielball zwischenzeitlich eine oder mehrere Banden anläuft, zählen ebenfalls als korrekt.
FührungshandDie Führungshand umfasst das Queueunterteil. Sie ist verantwortlich für den Schwung und für den eigentlichen Stoß. Der Rechtshänder umfasst das Queue mit seiner rechten Führungshand.
FußLängenmaß, dass in etwa dem angelsächsischen „Foot“ entspricht. Poolbillard- und Snooker-Tische werden in Foot gemessen. Man unterscheidet 6-, 7-, 8-, 9-, 10- und 12-Feet (engl.: Plural von Foot) Tische, wobei dies die Längsmaße des Spielfeldes sind. Die Breite der Tische ergibt sich jeweils aus der Hälfte des Längsmaßes.
GeisterballAls Geisterball oder Ghostball bezeichnet man jene Ballposition der Weißen, die diese einnehmen muss, um die Farbige zu versenken. Eins der bebekanntesten Zielsysteme – das „Ghostball-System“ basiert darauf.
Gewichtebeim Billard werden Gewichte im allgemeinen in Unzen (oz) angegeben. Queues wiegen in der Regel zwischen 17-23 Unzen. Grundlegend kann man das Gewicht eines jeden Queues verändern, in dem man das Unterteil beschwert.
Gewichtsschraubewird in das Unterteil eingeschraubt, um dem Queue ein anderes Gewicht zu geben.
Griffsiehe Führungshand
GriffbandBezeichnung für den Griffbereich am Unterteil. Heutzutage wird hierfür von den meisten Spielern Irish Linen als Wickelmaterial bevorzugt, aber auch Griffbänder aus Leder haben ihre Liebhaber.
GriffendeDas Griffende (engl. Butt) ist der Teil des Queues, das hinten nach dem Griff herausschaut.
HalbeKugelgruppe im Poolbillard, umfasst die Kugeln mit den Nummern 9-15. Im Gegensatz zu den Vollen (Nummern 1-8) sind die Halben nur mit einem farbigen Streifen rund um einen weißen Ball versehen.
HBLVHessischer Billard Landesverband 1958 e.V. Vereinigung aller Karambolvereine in Hessen und Mitglied in der HBU.
HBUHessische Billard Union, Gemeinsamer Verband des Hessischen Poolbillard-Verbands (HPBV) und des Hessischen Billard-Landesverbands (HBLV). Die HBU wurde gegründet, um den Forderungen der DBU nach nur einem Landesverband pro Bundesland gerecht zu werden.
HilfsqueueDas Hilfsqueue – auch „Oma“ genannt – dient zum Spielen von Kugeln, die aufgrund ihrer Position auf dem Tisch vom Spieler nicht direkt erreicht werden können. Es ersetzt in diesen Fällen die Führ-/Bockhand, die auf den Tisch gelegt wird. Maximal dürfen zwei Hilfsqueues gleichzeitig verwendet werden.
HPBVHessischer Poolbillard Verband 1975 e.V., Vereinigung aller Poolbillard Vereine in Hessen
IBCInternational Billard Council. 2001 gegründete Internationale Interessenorganisation zur Durchführung einer Welt-Tour im Poolbillard. Nach einer eigenständig durchgeführten Saison ging diese World-Tour dann unter der Flagge des Weltverbands WPA an den Start.
Jump Shot(engl.: Sprung-Stoß) Ein Stoß aus dem Poolbillard, bei dem die Weiße zum Springen über farbige Bälle gebracht wird. Hierbei muss die Weiße oberhalb des Zentrums quasi „in den Tisch hinein gespielt“ werden. Ein durch extremen Tiefstoß herbeigeführtes „Springen“ der Weißen ist dagegen illegal und wird mit einem Foul bestraft.
Kammgarnfeines, glattes, langfaseriges Garn aus Wolle. Billardtücher werden hauptsächlich aus Kammgarn gefertigt.
KarambolBillard-Spiel, dass in seiner Wettbewerbsform mit drei Kugeln gespielt wird, und zwar zwei Weißen und einer Roten. Manchmal wird zur besseren Unterscheidung für Außenstehende auch eine Weiße, eine Gelbe und eine Rote verwendet. Grundlegende Regel bei jeder Karamboldisziplin ist es, die eigene Spielkugel zu einer Karambolage mit beiden anderen Kugeln zu bringen. Dabei oder dazwischen kann oder sogar muss die Spielkugel eine oder mehrere Banden berühren. Das hängt von der jeweiligen Disziplin ab. Jede regelgerechte Karambolage zählt einen Punkt. Der Tisch hat, im Gegensatz zum Poolbillard, keine Taschen (Löcher). Einige Karamboldisziplinen sind Einband, Dreiband, Kegelbillard, Freie Partie, Cadre.
KarambolageBezeichnet das Zusammenstoßen zweier oder mehrerer Kugeln.
KategorieDas gesamte Teilnehmerspektrum des Poolbillardsports wird in Kategorien eingeteilt. Kategorien können sein: Damen, Herren, Senioren, Schüler, Jugend, Mannschaft, usw…
Kegelbillardspezielle Disziplin im Karambol, dessen grundlegende Regel es ist, dass man nach erfolgter Karambolage mit der Spielkugel die auf der Tischmitte aufgestellten Kegel abräumt.
KickserBei einem Kickser rutscht das Queueleder von der Weißen ab. Dieser unerwünschte Effekt kann als Ursache ein zu nahes Treffen der Weißen in ihrer äußeren Kickzone, mangelnde Einkreidung des Queueleders oder eine fehlerhafte Bockbildung haben (siehe auch Kickzone).
KickzoneDie Kickzone ist der ca. 10 mm breite äußere Randbereich an der Weißen. Trifft die Lederspitze in dieser Zone auf, dann rutscht oder kickst man unweigerlich an der Weißen ab.
Kiss-ShotBezeichnung für eine Kugelposition von zwei press aneinander liegenden Kugeln, bei der eine nach der Karambolage mit der Spielkugel in Richtung der Tangente im Berührpunkt weiter läuft.
Kombi-SystemSpielsystem für Mannschaften im Poolbillard, bei dem 8-Ball, 9-Ball und 14/1e-Sätze in einer Mannschaftsbegegnung gespielt werden.
KombinationEine Kombination ist ein Stoß aus dem Poolbillard/Snooker, bei der die zu lochende Kugel nicht direkt von der Weißen getroffen wird, sondern von einer zuvor mit der Weißen angespielte weiteren Farbigen.
KopfstoßEin Kopfstoß ist ein Stoß, bei dem das Queue in einem Winkel von mehr als 45 – 50 Grad gegen die Tischplatte geneigt ist. Erst ab diesen Anstellwinkeln wirken auf die Spielkugel derart große Kräfte, um sie signifikant in Kurven laufen zu lassen.
Kreide
(engl.: Chalk) Sie besteht aus Magnesiumcarbonat und ist in vielen Farben erhältlich, je nach Tuchfarbe. Man benutzt Sie, um die Pommeranze (auch Leder / Lederspitze) zu bestreichen und damit ein Abrutschen von der Spielkugel beim Stoßvorgang zu vermeiden.
KugelDie Kugeln – auch Ball genannt – wurden vormals aus Elfenbein gefertigt, bestehen heutzutage jedoch ausschließlich Kunststoffen wie Polyäthylen. Dabei werden diese für die jeweiligen Billardspielarten in unterschiedlichen Durchmessern gefertigt. Pyramide = 68mm, Karambol = 61,5mm, Pool = 57,2 mm, Snooker = 52,4mm.
Leder, LederspitzeDas Leder / die Lederspitze sitzt auf der Ferule des Queueoberteils und ist das einzige Teil des Queues, welches beim Stoß mit der Weißen in Kontakt kommen darf. Erst durch die Einführung des Leders, welches in Verbindung mit der Kreide vor dem Abrutschen schützt, wurden wirkungsvolle Effetstöße wie Nach-/Rückläufer erst physikalisch möglich.
LochtoleranzAls Lochtoleranz bezeichnet man das über die Größe einer Farbigen hinausgehende Ausmaß einer Tasche. Allein hierdurch ist das Versenken von Bällen entlang einer Bande erst möglich. Am praktischsten misst man diese Toleranz anhand von Balldurchmessern, indem man Bälle nebeneinander in die Tasche legt. Passen weniger als zwei Bälle nebeneinander in die Tasche, spricht man von einer geringen Lochtoleranz. Im Regelfall bewegt sie sich zwischen 2 und 2,5 Bällen.
Mannschaftbesteht aus mindesten drei Spielern einer Altersklasse, siehe auch: Auswahlmannschaften.
Masssiehe: Bogenstoß
Masters1). Turnierserie des -> NbPBV. Erfolgreich Turnierserie in Baden-Württembergischen / Rheinland-Pfälzischen Raum wurde seit Ende der 90er Jahre nicht mehr fortgeführt., 2). Damen-Masters-Turnierserie des -> DPBB, wird seit einigen Jahren nicht mehr ausgetragen, bzw. ist in andere Events übergegangen.
NachläuferNachläufer ist die Bezeichnung für den weißen Spielball, wenn dieser nach der Karambolage mit einer Farbigen dieser nachläuft. Um einen Nachläufer zu erzeugen, muss man die Weiße in der Regel oberhalb ihres Zentrums treffen. Aber auch bei tief angespielten Treffpunkten läuft die Weiße nach, wenn sie noch vor der Karambolage mit einer Farbigen vom gleitenden (oder rutschenden) in den rollenden Zustand übergeht. Das setzt allerdings voraus, dass der Stoß nicht zu hart ausgeführt wird. Dementsprechend ist die Strecke, die ein unterhalb des Zentrums angesetzter Nachläufer nach der Karambolage noch nachläuft, relativ begrenzt.
NbPBVNordbadischer Poolbillard Verband 1980 e.V., Bezirksverband im -> PBLBW, Seit 1998 verschmolzen mit den anderen Bezirksverbänden zum -> PBLBW. Präsidenten: Klaus Kretzschmar, Helmut Hauser
Neun-BallDie seit einigen Jahren wohl beliebteste Disziplin im Poolbillard. 9-Ball ist Rotationsbillard, d.h. dass von den Kugeln mit den Nummern 1-9 immer diejenige mit der niedrigsten Nummer angespielt werden muss. Zu Beginn werden die Kugeln in Form einer Raute aufgebaut. Kombinationsstöße sind erlaubt. Wer die Neun versenkt, gewinnt das Spiel. Speziell wegen seiner Dynamik und seiner häufiger vorkommenden spektakulären Stöße hat sich 9-Ball im Rahmen von TV-Übertragungen durchgesetzt.
NormenkatalogAnforderungskatalog über die Maße und Gewichte von Billardtischen, Kugeln und Queues. Speziell bei Billardtischen muss eine dem Normenkatalog entsprechende Abnahme durch die Deutsche Billard Union erfolgt sein, wenn darauf offizielle Meisterschaften gespielt werden.
Omascherzhafter und relativ verbreiteter Ausdruck für eine mechanische Brücke, wie sie vor allem im Snooker und Poolbillard Verwendung findet.
One PocketSpezielle Disziplin im Poolbillard, angelehnt an das 8-Ball Spiel. Allerdings darf der jeweilige Spieler die Kugeln seiner Kugelgruppe und danach auch die Acht hierbei nur in ein ihm zuvor zugewiesenes Eckloch am Ende des Tisches versenken. Den wohl größten Bekanntheitsgrad genießt das technisch wohl anspruchsvollste Poolbillardspiel überhaupt in den USA, hierzulande ist es eher unbekannt.
PBLBPoolbillard Landesverband Berlin, Landesverband im -> DPBB, weiter Angaben fehlen.
PBLBWPoolbillard Landesverband Baden Württemberg 1987 e.V., Landesverband im -> DPBB, Dachorganisation der 3 Pool Bezirksverbände in Baden Württemberg -> NbPBV, -> PBVW, -> BBV. Seit 1998 mit dem -> BLSW zum -> BVBW verschmolzen.
PBVNSPoolbillard Verband Niedersachsen, weiter Angaben fehlen
PBVNWPoolbillard Verband Nordrhein-Westfalen, weiter Angaben fehlen
PBVRHPPoolbillard Verband Rhein Hessen Pfalz 1989 e.V., Bezirksverband im -> PBVRP, Präsident: Ottmar Keller
PBVRPBillard Verband Rheinland Pfalz 1989 e.V., Dachorganisation der zwei Pool Bezirksverbände in Rheinland Pfalz -> PBVRHP, -> PBVRPN;
PBVRPNPoolbillard Verband Rheinland Pfalz Nord 1987 e.V., Bezirksverband im -> PBVRP
PBVWPoolbillard Verband Württemberg e.V., Bezirksverband im -> PBLBW, seit 1998 verschmolzen zum -> PBLBW. Präsidenten: Roland Scheinpflug, Sven Amann
PeitschenstoßBesondere Form eines kräftigen Stoßes, bei dem die Weiße und die Farbige einen geringen Abstand aufweisen. Man erreicht so, dass die Weiße einen längeren Kontakt mit dem Queueleder hat und somit eine sehr hohe Eigenrotation auf die Weiße überträgt. Vorwiegend wird dieser Stoß in Trickstoßprogrammen gezeigt, da er im regulären Spiel als Foul gewertet wird, weil das Queueleder die Weiße mehr als einmal berührt.
Piquesiehe Kopfstoß
PommeranzeBezeichnung für das Stück Leder, dass auf der Spitze aufgebracht ist. Es gibt Pommeranzen mit unterschiedlichen Härten und Durchmessern, zum Aufkleben und (im Hobbybereich) Aufschrauben auf die Ferule. Die Pommeranze ist ein wesentlicher Faktor für das Effetspiel, da sie das Anspielen der Weißen außerhalb des Zentrums ohne Abrutschen erst möglich macht.
PoolbillardBillard Spiel mit bis zu 16 Kugeln auf einem Tisch. 15 Farbige mit den Nummern 1-15 und einer Weißen. Ziel ist es, je nach Disziplin (8-Ball, 9-Ball, 14/1e), die Kugeln in die 6 Taschen (Löcher), zu versenken, die sich an jeder Ecke und in der Mitte der der jeweiligen Längsbande befinden. Siehe auch www.billardregeln.de
PositionBezeichnung dafür, wenn ein Spieler die Spielkugel so ablegen kann, dass er den nächsten Stoß bequem ausführen kann. In diesem Fall spricht man von „Position spielen“
PositionsspielDas Positionsspiel ist in den meisten Fällen der Schlüssel zum Sieg. Das gilt im übrigen für alle Billarddisziplinen. Nur wenn der Spieler in der Lage ist, die Spielkugel generell so zu platzieren, dass der Folgestoß einfach ausführbar ist, wird er langfristig Erfolg haben können und eine gewisse Konstanz in sein Leistungsvermögen bekommen.
Pressman bezeichnet eine Kugel als press, wenn sie entweder eine oder mehrere andere Kugeln oder aber eine Bande berührt. In den verschiedenen Billarddisziplinen gelten in diesen Fällen voneinander abweichende, spezielle Regeln.
QueueSpielgerät zum Stoßen der Spielkugel. Da in den verschiedenen Billarddisziplinen an wesentliche Eigenschaften unterschiedliche Anforderungen gestellt werden, unterscheidet man zwischen Karambol-, Pool- und Snooker-Queues. Wesentliche Merkmale sind das Maß der Spitze, die Bauweise der Unterteile und die verwendeten Materialien. Der bzw. das Queue ist das einzige Spielgerät, um die Weiße regelkonform in Bewegung zu bringen.
QueueachseEine in Längsrichtung durch das Queue gedachte Linie.
QueuespanneDie Queuespanne ist die Distanz zwischen der Bockhand und der Führungshand.
Re-SafespielBei einem Re-Safe möchte ein Spieler aus einer Sicherheitslage heraus, bei der er keine Farbige einlochen kann, eine Sicherheitsposition für den Gegner ablegen. Re-Safespiele erfordern viel Spiel- und Trainingspraxis und erfolgreiche Bandensysteme.
RotationAmerikanisches Poolbillard Spiel, bei dem die Kugeln 1-15 der Reihe nach versenkt werden. Eine „abgespeckte“ Version von Rotation ist das sehr populäre 9-Ball, für das ansonsten die gleichen Regeln gelten.
RückläuferEin Rückläufer bzw. Zugball liegt vor, wenn die Weiße nach der Karambolage mit einer Farbigen rückwärts zurückläuft. Um einen Rückläufer zu erzeugen, muss man die Weiße an einem Treffpunkt unterhalb ihres Zentrums und mit der entsprechenden Stoßenergie treffen. Je nachdem, in welchem Winkel bzw. wie weit die Weiße zurücklaufen soll, variiert man den Treffpunkt und die Stoßenergie/-technik.
RunEin Run (häufiger auch als Table Run bezeichnet) bedeutet das Ausschießen eines Spiels nach dem eigenen Anstoß ohne gegnerischen Einfluss.
SABVSaarländischer Billard Verband, verschmolzen zur Saarländischen Billard Union (SBU), weitere Angaben fehlen
Safespielauch Sicherheitsspiel. Besteht keine Möglichkeit eine Farbige zu versenken, wählt man die Alternative des Sicherheitsspiels, bei dem man die Weiße so platziert, dass der Gegner ebenfalls keine Farbigen versenken kann und/oder zu einem Foul gezwungen wird oder eine schwierige Position hat.
SatzEin Satz kennzeichnet eine Begegnung zwischen zwei Spielern. Die Höhe eines Satzes wird über die Zahl der Gewinnspiele festgelegt. Sätze können von zwei bis elf und mehr Gewinnspiele gehen. Bei einem Satz auf sieben Gewinnspiele gewinnt der Spieler, der zuerst sieben Spiele siegreich beendet, maximal können hier 13 (7:6) Spiele zustande kommen (siehe auch Spiel).
SBUSaarländische Billard Union 1991 e.V., Landesverband in der -> DBU, Zusammenschluss des -> VSPBV und des -> SABV.
Schieferin dünnen ebenen Platten brechendes Gestein; bildet die Spielfläche des Billardtisches unterhalb des -> Tuches. Beim -> Karambol bis 5cm stark und auch beheizbar; beim -> Pool / -> Snooker bis 3 cm stark.
SchnabelDer Schnabel ist der Teil des Queues, der vorne aus der Bockhand herausschaut.
SnookerEine spezielle Lochbillard-Variante aus England. Wird auf 12-Fuß Tischen mit 15 roten und 6 verschiedenfarbigen Kugeln gespielt. Grundlegende Regel: abwechselnd eine rote und eine bunte Kugel versenken. Die roten Kugeln zählen 1 Punkt, die Bunten je nach Farbe 2-7 Punkte. Dabei werden die versenkten bunten Kugeln solange auf ihren festgelegten Punkten wieder aufgebaut, wie noch rote Kugeln auf dem Tisch liegen. Erst dann verbleiben sie in den Taschen. Wer am Ende eines so genannten Frames die meisten Punkte erzielt hat, ist Sieger. Maximal zu erzielende Punktzahl: 147. siehe auch www.billardregeln.de
Spiel, GewinnspielEin Spiel kennzeichnet in einem Satz das Versenken einer Gewinnkugel (z. B. die 8 beim 8-Ball oder die 9 beim 9-Ball) und wird mit 1 Punkt bewertet (siehe auch Satz).
Spielballsiehe Weiße
SpielkugelGrundlegend bezeichnet man so die Kugel, die mit dem Queue auf eine andere Kugel gestoßen wird. Im Poolbillard und Snooker ist dies die Weiße, im Karambol kann sie auch andere Farben haben.
SpitzeAndere Bezeichnung für das Oberteil eines Queues. Man unterscheidet je nach Billard-Disziplin zwischen unterschiedlichen Durchmessern. Snooker: ca. 5-7mm, Karambol: ca. 8-11mm, Pool: ca. 12-14mm
Stellung-> Position
STOSport- und Turnier Ordnung; regelt den sportlichen Rahmen für Liga-Wettbewerbe und Turniere in der Deutschen Billard Union (DBU).
StoppballStoppball ist die Bezeichnung für die Weiße, wenn diese nach der Karambolage mit einer Farbigen sofort stehen bleibt, d. h. die Weiße befindet sich exakt einen Balldurchmesser vor der getroffenen Farbigen. Allerdings redet man auch weiterhin von einem Stoppball, wenn sich die Weiße auf einer 90°-Grad Linie zur Zielgeraden aufgrund der Lochtoleranz fortbewegt. Der Stoppball bildet zudem die Grundlage für alle anderen Ballarten, wie z.B. Nachläufer, Rückläufer, Effet-Bälle, usw.
StoßGenerelle Bezeichnung für die Bewegung des Spielballs mittels eines Queues über den Billardtisch.
StoßrichtungDie Stoßrichtung gibt die Richtung des Queueverlaufs an.
Straight PoolStraight Pool ist die amerikanische Bezeichnung für die Poolbillarddisziplin 14/1 endlos.
TascheAuffangbehälter für Bälle, die versenkt werden. Der Pooltisch besitzt vier Eck- und zwei Mitteltaschen. Zumeist bestehen diese aus Leder oder Kunststoff. Über die variierende Größe der Taschen definiert sich unter anderem, wie schwer oder leicht ein Tisch (zu spielen) ist.
Treffpunkt (an der Farbigen)Als Treffpunkt an der Farbigen wird der Punkt bezeichnet, der von der Weißen getroffen werden muss, um die Farbige einzulochen oder in die gewünschte Position zu bewegen. Der Treffpunkt liegt immer in der Höhe eines halben Balldurchmesser vom Tisch (Ausnahmen können Jump Shots und der Break sein).
Treffpunkt (an der Weißen)Als Treffpunkt an der Weißen bezeichnet man die Anspielpunkte auf einer imaginären Kreisfläche, die man mit dem Queue über einen Stoß berühren kann, ohne dass man abrutscht.
Triangelsiehe Dreieck
TrickstoßTrickstöße sind Figuren oder bestimmte Kugel-Konfigurationen, bei denen der Ausführende vorher erklärt, wo welche Kugel einen Bogen, Sprung oder eine Karambolage macht, bzw. in welche Taschen sie fallen (nicht zu verwechseln mit dem Billard Artistique im Karambolbereich). Nachdem Trickstöße lange Zeit nur im Rahmenprogramm als Showeinlagen vorgeführt wurden, gibt es mittlerweile sogar offizielle Weltmeisterschaften.
TuchEin wesentlicher Faktor für die Möglichkeiten des Spielers, Einfluss auf den Lauf der Bälle zu nehmen, stellt das Tuch dar. Hier spielen speziell Parameter wie Alter, Abnutzung oder Spannung des Tuchs eine entscheidende Rolle. In den meisten Fällen ist die aus Kammgarn gewebte Bespannung der Schieferplatten grün. Allerdings werden mittlerweile auch Farben verwendet, die speziell für das Fernsehen einen größeren Kontrast zu den Kugeln bilden.
TurniereMan unterscheidet zwischen offenen und geschlossenen Turniere, für organisierte und nicht organisierte Spieler. Dabei kann es nur um die Ehre gehen bis hin zu Sach- und Geldpreisen in nicht unerheblicher Höhe. Es gibt die unterschiedlichsten Turnierformen, wie zum Beispiel A/B System, einfaches KO-System, doppeltes KO-System, Dreifaches KO-System, Jeder gegen Jeden oder Kombinationen daraus.
UnterbauAls Unterbau bezeichnet man die Teile eines Billardtischs, die unterhalb der Schieferplatte angebracht sind, um diese zu stützen und auszurichten.
UnterteilBezeichnung für das Griffteil eines Queues. Der Löwenanteil des Anschaffungspreises entfällt auf das Unterteil, je nach verwendetem Material und Anzahl sowie Ausführung der Einlegearbeiten. Wie schwer ein Queue insgesamt ist, wird ebenfalls zum Großteil über das Unterteil gesteuert, zumeist über zusätzliche Gewichtsschrauben.
Unze(lat.), Gewichtsmaß der angelsächsischen Länder. 1 Unze (engl; ounce) = 28,35 gr. Das Gewicht von Queues wird auch heute noch in Unzen nach ihrem Gewicht angegeben. Ein Queue mit 19 Unzen wiegt also rein rechnerisch 19×28,35 gr = 538,65 gr. In der Literatur findet man die Abkürzungen Uz. oder Oz.
Vierzehn-Eins endlos(14/1e) Von vielen als Königsdisziplin im Poolbillard angesehen. Die grundlegende Regel ist, die angesagte Kugel in die angesagte Tasche zu versenken. Liegt nur noch eine farbige Kugel auf dem Tisch, werden die anderen 14 Kugeln wieder aufgebaut. Man setzt das Spiel unter den oben genannten Bedingungen fort. Es wird auf eine bestimmte Anzahl von Kugeln, und/oder Aufnahmen gespielt. Dieses Spiel gehört zu den so genannten Serienspielen.
VolleAls Volle bezeichnet man eine Kugelgruppe im Poolbillard, im speziellen die Kugeln mit den Nummern 1-8. Ihr Gegenstück sind die Halben, die anders als die Vollen nicht komplett farbig sind, sondern nur mit einem farbigen Streifen versehen wurden.
VorbänderBei einem Vorbänder läuft die Weiße oder eine Farbige vor der Karambolage mit einer oder mehreren Farbigen eine Bande an. Speziell im Karambolage-Bereich von wesentlicher Bedeutung, aber auch im Poolbillard wichtiger Bestandteil des Safe- und Resafespiels.
VSPBVVerband Saarländischer Poolbillard Vereine, verschmolzen zur -> SBU, weitere Angaben fehlen.
WCBSWorld Confedaration of Billard Sport, Int. Vereinigung der Weltverbände im Pool, Snooker und Karambol. Wurde gegründet um die Teilnahme der Billard-Disziplinen an den World-Games zu ermöglichen und um die olympische Anerkennung zu erhalten.
WeißeDie weiße Kugel ist die einzige, die man mit dem Queueleder während eines Stoßes berühren darf. -> Spielkugel
WPAWorld Poolbilliard Association, Zusammenschluss aus den europäischen, asiatischen, australischen und US-amerikanischen Verbänden.
WSAWorld Snooker Association, Weltverband für Snooker
ZielgeradeDie Zielgerade ist eine imaginäre Linie, die beim Mittelpunkt der Weißen anfängt und am Mittelpunkt des Geisterballes aufhört.
ZielpunktDer Zielpunkt an einer einzulochenden Farbigen befindet sich exakt einen halben Balldurchmesser von ihr entfernt. Er ist der Mittelpunkt der Weißen im Falle ihres Auftreffens (siehe auch Geisterball). Der Zielpunkt bildet den Abschluss der Zielgeraden (siehe auch Zielgerade)
ZweibänderIm Gegensatz zu Einbändern werden bei Zweibändern in erster Linie keine Farbigen eingelocht. Hier geht es darum, die Weiße über zwei Banden auf eine Farbige zu spielen. Vorzugsweise möchte man hier ein Foul vermeiden oder ein Re-Safe spielen.
Glossar Billardlexikon (c) Thomas Lindemann, Litho-Verlag

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