Zweck des Spiels – Die Partie – §3 BKV

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(1) Zweck des Spieles

  1. Der Zweck des Spieles besteht darin, im Laufe der Partie so viele Punkte wie möglich zu erzielen.
  2. Jeder Spieler absolviert 50 bzw. 100 Stoß hintereinander in die Vollen. Die Länge der Partie wird in der Ausschreibung festgelegt und endet mit dem letzten Stoß. Vorzeitig beendete Partien werden mit Null Points gewertet.
  3. Endet eine Partie aus nicht vorhersehbaren Gründen vor dem letzten Stoß, so wird sie mit dem erzielten Ergebnis gewertet.
  4. Punkte können erzielt werden:
    • a) durch Umwerfen von Kegeln durch Treibbälle. Dabei muss der angespielte Treibball erst eine Bande berührt haben oder mit Vorbande gespielt sein, ehe er Kegel wirft. Treibball zwei kann vom Treibball eins als Bande genutzt werden oder umgekehrt.
    • b) durch Karambolage. Eine echte Karambolage ist erzielt, wenn der Stoßball beide Treibbälle getroffen hat. Bei einer echten Karambolage kann der zweitangespielte Treibball ohne vorherige Bande Kegel werfen. Wenn vom Stoßball ein Treibball auf den anderen gestoßen wird, entsteht eine unechte Karambolage. Bei einer unechten Karambolage darf der zweitangespielte Treibball erst nach Bandenberührung Kegel werfen.
    • c) durch Passage. Eine Passage hat stattgefunden, wenn ein Ball das volle Kegelbild durchlaufen hat, ohne Kegel zu werfen und dabei vor und nach der Passage mit seinem Durchmesser außerhalb des Kegelbildes gestanden hat.
    • d) durch Kegelschlag. Kegelschlag liegt vor, wenn einer oder mehrere gefallene Kegel durchlaufende Bälle in das Kegelbild geworfen werden.

(2) Zumessung der Punkte

  1. Der Punktwert der Kegel beträgt:
    • a) jeder gefallene Kegel 1 Punkt
    • b) der Mittelkegel allein aus dem vollen Bild 2 Punkte.
  2. Die erste echte oder unechte Karambolage erzielt 1 Punkt.
  3. Je Passage bei voll aufgesetztem Kegelbild 1 Punkt.
  4. Wenn keine Punkte erzielt werden, so wird dies mit Leerstoß und null Punkten gewertet.
  5. Erst wenn alle Bälle und Kegel in Ruhestellung sind, gilt ein Stoß als beendet und wird gewertet.

(3) Anfang der Partie

  • Spieler und Schiedsrichter begrüßen sich durch Handschlag.

(4) Anfangsstellung, Ablauf der Partie

  1. Der Schiedsrichter platziert die Bälle wie folgt:
    • a) den Stoßball (roter Ball) nach der Wahl des Starters auf einen Punkt der für Rechts- oder Linksspieler vorgeschriebenen Anstoßstrecken. Dabei hat das Queue bei Rechtsspielern rechts und bei Linksspielern links des Kegelbildes zu liegen. Der Ballmittelpunkt des Stoßballes kann zwischen und auf den Endpunkten der entsprechenden Anstoßstrecke platziert werden. Der Sportler darf die Lage des Stoßballes nach seinem Ermessen selbst auf der Anstoßstrecke platzieren bzw. korrigieren. Gleiches gilt für jede weitere in der Partie vorkommende Situation, bei der der Stoßball auf der Anstoßstrecke neu aufgesetzt wird.
    • b) den weißen Ball bzw. Ball ohne Zeichen als Treibball eins;
    • c) den gelben oder gekennzeichneten Ball als Treibball zwei.
  2. Vor jedem Stoß müssen alle fünf Kegel aufgesetzt werden. Hier sind nur die unter in Anlage 2 genannten Kegelbilder zulässig.
  3. Bei normalem Kegelbild müssen die Kegel auf ihren Kegelaufsetzpunkten stehen und diese voll bedecken.
  4. Der Spieler ist berechtigt, von ihrem angestammten Platz verschobene Kegel vom Schiedsrichter korrekt aufsetzen zu lassen.
  5. Wenn nach einem Stoß der Kegelaufsetzpunkt des Mittelkegels durch einen Ball besetzt ist, kann der Spieler bestimmen auf welche Verbindungslinie des Kegelbildes der Mittelkegel gesetzt werden soll. Dabei ist darauf zu achten, dass der Kegel mittig zwischen den beiden anderen Kegeln und innerhalb der Kegelbildbegrenzungslinien aufgesetzt wird. Dieser Kegel darf erst beim Fall oder beim Freiwerden seines Kegelaufsetzpunktes umgesetzt werden.
  6. Gefallene Kegel dürfen erst dann aufgesetzt werden, wenn die Bälle in Ruhestellung sind oder die Möglichkeit einer nochmaligen Ballberührung ausgeschlossen ist.
  7. Auf Verlangen des Sportlers reinigt der Schiedsrichter die Bälle. Press stehende Bälle werden erst nach Stoßausführung gereinigt.
  8. Pause während der Partie Die Partie soll ohne Zwischenpause ausgetragen werden.

(6) Aufgabe während der Partie

  1. Ein Spieler, der während der Partie ohne Erlaubnis des Schiedsrichters seinen Platz verlässt und sich trotz ausdrücklicher Aufforderung weigert die Partie weiter zu spielen, verliert damit die Partie ohne Anrechnung von Punkten.
  2. Ein Fall höherer Gewalt, der während eines Wettkampfes/Meisterschaft eintritt, wird von der Wettkampfleitung geprüft.

(7) Ende der Partie, Mannschaftspunkte

  1. Eine Partie ist beendet, wenn die vorgegebene Stoßzahl erreicht ist.
  2. Die Partie wird durch Handschlag der Beteiligten beendet.
  3. Entscheidend für den Gewinn einer Partie ist die erreichte Punktzahl.
  4. In Mannschaftswettkämpfen ist die Mannschaft mit der höchsten Punktzahl (Summe aller Punkte der Einzelpartien einer Mannschaft, abzüglich evtl. in der Ausschreibung festgelegter Streichergebnisse) Sieger.
  5. Verteilung der Mannschaftspunkte:
    Sieger: 2 : 0 — Verlierer: 0 : 2 — Unentschieden: 1 : 1
  6. Bei gleicher Mannschaftspunktzahl entscheidet der höhere Generaldurchschnitt (GD) zur Platzierung in der Tabelle. Bei gleichem GD entscheidet das höchste Einzelergebnis.
  7. Die Platzierung der Einzelspieler in der Rangliste wird nach dem GD aller Spiele berechnet.

(8) Pressbälle

  1. Stellt sich der Stoßball an einem oder beiden Treibbällen fest, so kann auf Verlangen des Spielers der Stoßball auf die Anstoßstrecke gesetzt werden von der aus die Partie begonnen wurde. Ist diese Anstoßstrecke besetzt, wird der Ball auf die noch freie für Rechts- und Linksspieler festgelegte Anstoßstrecke auf einen Punkt nach Wahl des Spielers gesetzt. Sind beide Anstoßstrecken besetzt, wird mit Anfangsstellung begonnen.
  2. Stehen Treibbälle fest zusammen oder an den Banden, so müssen sie gespielt werden. Prellbälle an Banden sind gestattet.

(9) Aus dem Billard springende Bälle

  1. Ein Ball gilt aus dem Billard gesprungen sobald er außerhalb der Holzumfassung niederfällt.
  2. Springen ein- oder mehrere Bälle heraus oder kommen auf der Bande oder auf dem äußeren Rahmen zum Stillstand, so werden sie auf die Aufsetzmarkierung oder Anstoßstrecken platziert auf der sie zu Beginn der Partie gestanden haben. Ist die Aufsetzmarkierung besetzt, wird der Treibball auf die noch freie Aufsetzmarkierung platziert. Ist die Anstoßstrecke besetzt, wird der Stoßball auf die noch freie Anstoßstrecke für Rechts- bzw. Linkspieler gesetzt. Sind beide Aufsetzmarkierungen bzw. Anstoßstrecken besetzt, wird die Partie mit Anfangsstellung fortgesetzt.
  3. Herausgesprungene Bälle sind zu säubern bevor sie vom Schiedsrichter wieder auf die Spielfläche gesetzt werden

(10) Fall der Kegel

  1. Kegel gelten als gefallen:
    • a) der liegende Kegel
    • b) sobald der Kegel seinen Schwerpunkt verlassen hat und am weiteren Fallen gehindert wird
    • c) der normal aufgesetzte Kegel, sobald er vollständig seinen Kegelaufsetzpunkt verlassen hat.
  2. Der ausgesetzte Kegel gilt als gefallen, wenn er die Kegelbildbegrenzungslinien vollständig verlassen hat.
  3. Schiefstehende Kegel gelten nicht als gefallen, müssen aber in ein anderes Kegelbild gestellt werden. Die Anlehnung eines Balles an einen Kegel führt zur Wegnahme des Kegels.

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